Sipoonkorpi Byabäcken

Jetzt hatten wir Lust, endlich mal wieder auf einen Naturpfad zu gehen! Und weil wir nicht einschätzen konnten, wie weit unser fast Vierjähriger wandern könnte, suchten wir uns einen kurzen, aber neuen Pfad aus. Die Wahl fiel auf den neuen Nationalpark Sipoonkorpi, genauer gesagt, auf den Ponun Perinnepostia Naturpfad (1,4 km insgesamt, plus etwa 1 km zurück an der Strasse entlang), der vom Parkplatz in Byabäcken beginnt.

Die Fahrt mit dem Auto von Espoo nach Sipoo war erstaunlich schnell. Auch die Anfahrt war sehr einfach: vom Ring I auf die Nummer 4 in Richtung Lahti und dann auf die Korso-Nikkilä-Strasse in Richtung Nikkilä und dann nur noch auf die Länsitie bis zum Parkplatz von Byabäcken. Die Adresse für den Navigator ist Länsitie 237 (Sipoo). Der Parkplatz ist recht gross und eben.

Wir spazierten zum Schild gleich neben dem Parkplatz und dann sahen wir den Berg hinunter. Ach du Schreck! Wieder einmal hatten wir unterschätzt wie verschneit und rutschig es im Wald sein kann, auch wenn es in Espoo schon vollkommen schneefrei ist.

Wenn der ganze Weg so glatt war, würden wir kaum vorankommen. Zuerst dauerte es sicher mindestens einee Viertelstunde um die ersten 50 meter zu bewältigen, denn es war wirklich ausgesprochen rutschig. Irgendwie kamen wir aufrecht und ohne hinzufallen auf die andere Seite des Flusses über die spiegelglatte Brücke und den Berg ein Stück hinauf. Da war dann zum Glück der Wald noch voller Schnee und auf dem kam man gut voran.

Obwohl es sehr wolkig war, war es schon mild und der Wald sah toll aus. Und die tollen Felsen! Die Mühe vom Anfang lohnte sich also durchaus. Ich nahm wieder genauso viele Fotos wir früher beim Wandern und war begeistert wie unser Sohn von all der Natur um uns herum. Er mochte vor allem die kleinen zugefrorenen „Bäche“ und die Risse im Eis, die das Tauwasser schon geschmolzen hatte.

Am Naturpfad waren auch Briefkästen versteckt, die Briefe von den Waldbewohnern an die Kinder sein sollten, aber irgendjemand hatte alle Briefe in einen Briefkasten getragen und andere waren leer.

Nach einer Weile kamen wir an eine Kreuzung, an der der Naturpfad links weiterging, aber wir gingen weiter geradeaus direkt zum Würstchengrillplatz. Und das war auch ein toller Platz. Hier befanden sich um eine Waldlichtung herum mindestens drei Feuerstellen mit Bänken drum herum und auch ein Feuerholzunterstand mit Sägen. Auch ein Grillhäuschen schien es zu geben.

Unsere Brote schmeckten hier in der Natur und nach dem etwas beschwerlichen Weg besonders gut, und unser Feinschmecker freute sich über seinen Heidelbeersaft.

Weil für die knapp 700m Weg (und das viele Bestaunen und Erkundschaften) eine Menge Zeit draufgegangen war, gingen wir dieses Mal die Strecke gleich wieder zurück. Aber, dies wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir hier nach Sipoo gefahren sind.

Hier findest du viel Information über den Sipoonkorpi Nationalpark: Sipoonkorpi

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Lapakisto, Nastola (nahe Lahti)

Meine Kollegin hatte mir schon des Öfteren von Lapakisto vorgeschwärmt, da mussten wir jetzt die Gelegenheit wahrnehmen und uns das Naturschutzgebiet mal genauer ansehen, vor allem da wir eh in der Gegend waren.

Etwas Zweifel kam wieder auf, als wir den recht schlechten Kiesweg entlangfuhren, aber Navigator und Schild am Anfang der Strasse hatten uns hierher geführt und es hatte auch keine Abzweigung gegeben. Am Ende der Strasse gab es auch einen grossen Parkplatz, also konnten wir doch nicht so falsch sein. Neben dem Parkplatz befindet sich auch ein Trockenklo. Die Adresse für den Navigator ist übrigens „Ristikankaantie 210, Nastola“.

Wir gingen durch die Pforte und den breiten Sandweg entlang. Man muss nicht weit gehen, da kommt man schon an einen Kreuzung. Den Berg hoch, an der Sperre vorbei, kommt man (laut Karte) auf die Pfade zum See Pitkäjärvi, wo es schöne Aussicht von hohen Felsen geben soll, aber nach rechts lädt ein geheimnisvoller Holzsteg (für Rollstühle und Kinderwägen befahrbar) ein, ihn weiter auszuforschen. Diesen Weg nahmen wir. Nicht weit und wir kamen an einen traumhaft schönen Grillplatz gleich am See. So früh im Frühling gab es auch noch keine Mücken und es war einfach nur perfekt. Da meldete sich natürlich auch gleich der Hunger.

Wenn man den Weg weiter am See entlang geht, kann man um diesen (Lapakisto) und den nächsten See (Sammalisto) herumwandern, aber wir hatten heute alle nicht so gute Laune und einen grossen Hunger, also blieben wir erst mal hier und entfachten ein Feuer. Regel Nummer 2 beim Würstchengrillen: nimm niemals die Holzstücke, die dir jemand anderes schon aufgeschichtet hat. Im Holzunterstand wären die fertig klein gehackten Hölzer sicher trockener gewesen.

Es dauerte eine ganze Weile, bis das Feuer brannte und der Rauch nachliess, aber immerhin war die Aussicht toll. Und unser kleiner Grosser war sowieso glücklich, dass er endlich mal in Ruhe die Ameisen beobachten durfte.

Ich habe leider keine deutschsprachige Internetseite über Lapkisto gefunden, aber hier findet ihr zumindest die nötigen Karten: Lahden seudun luonto / Lapakisto

Und hier gibt es mehr Fotos: Lapakisto

Von Suna (Espoo) in den Espoo Zentralpark (Espoon Keskuspuisto), etwa 4 km

Der Morgen war noch kühl, aber es versprach endlich etwas wärmer zu werden. Die Anfahrt war recht leicht, vor allem mit Navigator (Sunanniityntie). Dort befand sich ein guter Parkplatz. Hier in der Gegend waren wir noch nie, glaube ich.

Gleich neben dem Parkplatz war ein kleiner Spielplatz. Unser fast Vierjähriger hätte natürlich lieber erst mal diesen erkundigt, aber zum Spielen war jetzt erst mal keine Zeit. Sonst kämen wir nie auf den Naturpfad. 🙂

Wir überquerten den Spielplatz und den Bolzplatz nebenan und folgten dem breitenWeg in den Wald. Nach einer kurzen Strecke kamen wir an eine Weggabelung, an der wir auch eine gute Karte fanden. Wir schauten kurz nach, wo genau der Naturpfad (luontopolku) anfing und schätzten, dass er etwa vier Kilometer lang war. Recht weit für unseren Kleinen. Aber wir sahen auch, dass es ein paar Möglichkeiten gab, den Weg abzukürzen (was wir dann aber nicht gemacht haben).

Wir bogen nach links ab, an den Eulenpfosten vorbei bis zu einem schönen See. Kurz vor dem See bogen wir nach links ab auf einen sonnigen Pfad. Hier könnte man noch gut mit Kinderwagen oder Rollstuhl spazieren.

Es gab mehrere (finnischsprachige) Tafeln, die Fakten über die Gegend oder Pflanzen/Tiere erklärten. An diesem Wegstück gab es noch manchmal Bänke. Als wir einen grösseren Pfad überquert hatten, wurde der Pfad plötzlich wurzelig und enger. Aber das machte uns natürlich erst recht Spass.

Unser Kleiner beschleunigte und hüpfte vergnügt über die Wurzeln und Steine und wich den Matschpfützen aus (nachdem er ausdrücklich gewarnt worden war, dass diese Schuhe nicht wasserdicht waren). Zum Glück ist der Pfad gut mit gelben Flecken an den Bäumen ausgezeichnet, sonst hätten wir uns sicher auf den vielen kleinen Trampelpfaden verloren. Man muss aber auch gut Acht geben, denn öfters einmal wären wir in die falsche Richtung gegangen, weil die Zeichen nicht direkt an der Abzweigung waren.

Der Pfad war bis zum Schluss abwechslungsreich und interessant. Unser Junge rief des öfteren, dass wir hier noch einmal herkommen müssen.

Schon nach etwa 2 km, als wir wieder den breiteren Sandweg überquert hatten, machten wir unsere Vesperpause auf einer Bank am Rande einer schönen Wiese. Zum Glück, denn danach sahen wir keine einzige Bank mehr.

Die Aussicht auf die Wiese war wunderbar, und obwohl wir mitten in Espoo waren, hörten wir überhaupt keine Autos. So still. Hier war es sogar stiller als im beliebten Nationalpark Nuuksio! Und esgab hier auch viel weniger Wanderer. Davon abgesehen, dass die Anfahrt für uns Süd-Espooer auch viel kürzer war.

Die Gegend änderte sich ständig, aber wir mussten auch immer öfter grossen Pfützen ausweichen. Troztdem kam man in normalen Strassenschuhen gut zurecht.

Ich bin sehr stolz, dass unser Kleiner die ganze Strecke allein gelaufen ist! Und dann ist er am Nachmittag noch ins Fussballtraining gegangen.

Hier findest du eine gute Karte vom Zentralpark: Espoon Keskuspuisto

Und hier noch mehr Fotos: Google Photos Espoo Keskuspuisto

Würstchen grillen in Pirttimäki

Meine Eltern waren zu Besuch und wir entschlossen uns, alle zusammen nach Pirttimäki zum Würstchen grillen zu fahren.

Dort ist immerhin ein gutes Café daneben, falls das Feuer machen wieder mal schief ginge. Im Dezember in Luukki war das Feuerholz nämlich zu nass dazu.

Ich hatte alles gut und sorgfältig eingepackt, nur die Würstchen hatten wir dann doch vergessen. Zum Glück konnten wir im Café Sininen Lenkki (ähnlich wie Lyoner Wurst) kaufen. Unser Junge lobte die Wurst als die Beste bisher! Wir haben die Wurst geviertelt, auf Folie gegrillt und in Hot dog Brötchen gepackt. War das lecker!

Ds Feuer war auch schnell angefacht, denn das Holz wird hier gut in einem Holzunterstand aufbewahrt. Es waren auch schon viele fertig gespaltene Holzstücke auf dem Boden. Wir hatten auch Pappe und Papier dabei, da ging das ruck zuck.

Unser Kleiner fand es toll, dass direkt neben der Grillstätte eine Klettermögöichkeit war und wir konnten uns den Rücken dehnen.

Nach dem Essen haben wir uns noch im Café aufgewärmt und Gebäck und Kakao genossen.

In Pirttimäki gibt es auch ein Kaminhäuschen und einen großen Spielplatz.

Hier eine Loste von Dingen, die beim Grillen im Freien gut sind:

Teller/Servietten

Becher (am besten mit Deckel wg. des Rücktransports), eventuell Termos

Hand- und Anzündpapier und Pappstücke

Besteck, großes Messer, um Würstchenspieße zu schärfen

Grillzange

Folie

Kühlakkus für die Kühltasche

Plastiktüten (auch für Müll)

Unterlagen (die Bänke können nass und kalt sein)

Wurst/ Würstchen

Senf und Kerchup

Gurkenstückchen

(Hot dog Brötchen)

Salat? Kartoffelsalat?

Kaffee in der Termosflasche und Milch

Wasserflasche

Nachtisch (z. B. Kekse)

Kamera?

Espoos Automuseum

Espoos Automuseum nahe des Bodom-Sees (Addresse: Bodomintie 35) ist eines der ältesten stets in Funktion gewesenenen Automuseen Finnlands. Dazu ist es eines der bisher niedlichsten, die ich gesehen habe. Der größte Teil des Museums ist in einer alten Scheune untergebracht, auf zwei Etagen, und ein paar Autos draußen im Hof.

Auf klaren Schildern stehen zu jedem Auto die wichtigsten Fakten. In Schaufenstern hinter den Autos erinnern diverse Requisiten, was in der Zeit, aus der das Auto stammt, gerade so angesagt war.

Neben Autos sind auch Motorräder zu sehen und zwar in etwa genauso viele wie Autos (über 100 Stück).

Und hier noch der Link zu all den Bildern (leider nur drei dieses Mal), die ich geschossen habe: Flickr, und hier noch zur Internetseite mit kurzer englischsprachigen Zusammenfassung: Espoon Automuseo.